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Aktuelles Dorsten


Turmalin-Theater
24.02.2020
Turmalin-Theater bringt am 13. März im „LEO“ Kassandra auf die Bühne

Gleichstellungsbeauftragte Vera Konieczka freut sich auf einen Höhepunkt der Frauenkulturtage

Wer Theater liebt, sollte sich die Aufführung Kassandra in der autorisierten Bühnenfassung nach der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf mit der Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer nicht entgehen lassen. Zu sehen sein wird Kassandra am 13. März 2020 um 19 Uhr im Rahmen der Dorstener Frauenkulturtage im soziokulturellen Zentrum „Das LEO“ an der Fürst-Leopold-Allee 70.

Turmalin-Theater

Auf dem Foto: Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer steht am 13. März 2020 in Dorsten als Kassandra auf der Bühne. Foto: Turmalin-Theater

 

Mit dem 1983 erschienenen Stück traf die 1929 in Landsberg an der Warthe geborene Schriftstellerin den Nerv der Zeit. In der Zeit des Nato-Doppelbeschlusses, der hunderttausende Menschen in Deutschland und Europa gegen das Wettrüsten der Großmächte auf die Straße brachte, wurde die Erzählung zum Kultbuch der Frauen- und Friedensbewegung. Bis heute ist es das meistgelesene Werk der 2011 verstorbenen Autorin, die zahlreiche nationale und internationale Preise erhielt, darunter den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, den Premio Mondello und Deutschen Bücherpreis.

Als Kriegsbeute des Griechenkönigs Agamemnon erinnert sich die Seherin Kassandra an die Ereignisse um den Krieg in Troja. Die behütete Königstochter glaubt sich glücklich, bis allmählich feine Risse das Bild des Königshauses fragwürdig erscheinen lassen. Sie fragt, was hinter den Fassaden der Macht tatsächlich vor sich geht, gerät in Opposition und Widerstand. Und sie erkennt sich selbst, erfährt ihre eigene Kraft und ihre eigene Stimme.           

Die eigens für die Bühne geschaffene und von Christa Wolf autorisierte Textfassung stammt von Günter Bauer, der auch Regie führt. Gerade seine Lichtregie schafft eine neue Dimension der Geschichte und macht mit die Faszination des Abends aus. Das Turmalin-Theater brachte das Stück unter anderem anlässlich der Verleihung des Elisabeth-Langgässer-Preises an Christa Wolf und der Eröffnung der großen Troja-Ausstellung in Stuttgart  auf die Bühne.

Für Gleichstellungsbeauftragte Vera Konieczka ist es eine große Freude, gemeinsam mit dem Agenda-Verein ein Theater nach Dorsten zu holen, das in der Vergangenheit u.a. im Rahmenprogramm der documenta in Kassel, beim Internationalen Kafka-Festival Augsburg-Prag und bei den Kleist-Festtagen in Frankfurt gastierte und von der Kritik gefeiert wurde.

Eintrittskarten zum Preis von zehn Euro (Vorverkauf) sind in der Gleichstellungsstelle, im Bürgerbüro im Rathaus und in der stadtinfo an der Recklinghäsuer Straße 20 erhältlich. An der Abendkasse wird der Eintritt zwölf Euro kosten.