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Aktuelles Dorsten


Frauenkulturtage
09.03.2017
32. Dorstener Frauenkulturtage

- Fotoausstellung Berti Kamps: Female Colors. Mädchen- und Frauenbilder Asiens, 11.03. – 9.03.17, Altes Rathaus, Markt 1, Altstadt; Eröffnung: Samstag, 11.03.17, 18.30 Uhr

„Female Colors. Mädchen- und Frauenbilder Asiens“ ist die Fotoausstellung von Berti Kamps betitelt, die der Dorstener Kunstverein in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle anlässlich der diesjährigen Frauenkulturtage vom 11. bis zum 19. März im Alten Rathaus zeigt.

Frauenkulturtage

Die gebürtige Schermbeckerin lebt heute als freie Fotografin in Düsseldorf. Als begeisterte Motorradfahrerin war sie beinahe überall in Europa mit dem Zweirad unterwegs, seit 1997 in Asien. Bei Touren mit der legendären Royal Enfield Bullet, dem indischen „Schwermetall“, lernte sie nicht nur die grandiosen Landschaften Asiens, sondern auch die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen und ihre faszinierende Kultur kennen. In der von Engagement Global geförderten Fotoausstellung stellt sie ihre einfühlsamen Porträts von Frauen vor. Die 26 Exponate, entstanden in Laos, Burma, Thailand, Nepal, Bhutan und Indien, ermöglichen einen Blickwechsel auf die Stärken der Mädchen und Frauen und deren Optimismus und Zuversicht auf ein besseres Leben.

Die Ausstellung wird am Samstag, den 11.03. um 18.30 Uhr in Anwesenheit der Fotografin eröffnet. Nach einer Begrüßung durch Peter Broich, dem Vorsitzenden des Dorstener Kunstvereins, wird die Kunsthistorikerin Dr. Sandra Abend in die Ausstellung einführen und Vanessa Püllen, FEMNET e.V., Bonn, zur Ausbeutung von Frauen in indischen Spinnereien sprechen.

Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung

12.03. – 19.03.: 16.00 – 19.00 Uhr, abweichend: Die 14.03.: 16.00 – 17.30 Uhr, Sa 18.03.: 10.00 – 13.00 Uhr

Ein Begleitkatalog zur Ausstellung wurde vom Bonner Frauenmuseum herausgegeben.

 

- Veranstaltung „Mädelsache – Frauen in der rechten Szene“, Vortrag mit der Journalistin und Diplom-Politologin Andrea Röpke, Montag, 13.03.17, 19.00 Uhr, Jüdisches Museum Westfalen

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten Neonazi-Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie organisieren Demonstrationen und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV durchzusetzen. In ihrem gemeinsam mit Andreas Speit verfassten Buch „Mädelsache“ beschreibt die Politologin und Journalistin Andrea Röpke, mit welchen Strategien rechtsradikale Frauen in der Gesellschaft agieren und zeigt Gegenstrategien auf.

Für ihre Recherchen in der rechtsextremen Szene wurde Andrea Röpke vielfach ausgezeichnet. 2009 erhielt sie den International Women of Courage Award des US-Außenministeriums, 2015 den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage des Zentralrats der Juden in Deutschland. Auch trat sie als Sachverständige im NSU-Untersuchungsausschuss auf.

Gemeinsame Veranstaltung mit der VHS und dem Jüdischen Museum Westfalen

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Sparkasse Vest in Dorsten mit Unterstützung der Dorstener Agenda 21.

gebührenfrei

Ausladungsklausel: Die Veranstalterinnen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

- Veranstaltung „Die Arier“. Ein Dokumentarfilm von Mo Asumang, Donnerstag, 16.03.17, 19.00 Uhr Gemeinschaftshaus Wulfen, Markt 1

„Die Arier“. Ein Dokumentarfilm von Mo Asumang präsentiert DIE LINKE im Rat der Stadt Dorsten passend zum Thema der diesjährigen Dorstener Frauenkulturtage. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion mit der Filmemacherin, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin.

Die gebürtige Kasselerin lebt heute in Berlin.1996 wurde sie erste afrodeutsche TV-Moderatorin. Sie moderierte bei ProSieben mehrere Jahre die Fernsehsendung „Liebe Sünde“ und spielte in Roman Polanskis Film „Der Ghostwriter“ die Rolle der US-Außenministerin Condoleezza Rice.

Geschockt durch die Morddrohung einer Neo-Naziband begann sie 2007 eine filmische Spurensuche nach ihrer Identität als schwarze Deutsche. In ihrem Dokumentarfilm „Die Arier“, der 2015 für den Grimme Preis nominiert wurde und ihr zahlreiche internationale Auszeichnungen einbrachte, begegnet sie internationalen Rassisten, unter anderem aus dem Ku Klux Klan, Neonazis und Pegida-Mitläufern, und stellt ihnen scheinbar naive Fragen wie danach, was sie eigentlich gegen sie haben.

Aufgrund ihres Engagements gegen Rassismus, für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit, das sie auch zu Lesungen an viele Schulen führt, wurde sie 2014 Botschafterin gegen Rassismus für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.  

 

 - 10 Jahre Equal Pay Day – Auch die Frauen aus der Emscher-Lippe-Region lassen sich nicht länger abspeisen. Einladung zum „Red Lunch“ am Freitag, 17.03.17, 11.00 Uhr, Kulturzentrum Agora, Zechenstraße, Castrop-Rauxel

Bis zum 18.03.17 müssen Frauen arbeiten, um so viel zu verdienen wie Männer im Jahr zuvor. Um ein Zeichen für mehr Lohngerechtigkeit zu setzen und endlich partnerschaftlich durchzustarten, laden die Fachfrauen der Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe zum „Red Lunch“ am Freitag, den 17.03.17, um 11.00 Uhr ins Kulturzentrum Agora nach Castrop-Rauxel ein. Organisiert wird die gemeinsame regionale Aktion zum bundesweiten Equal Pay Day in diesem Jahr von den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Castrop-Rauxel und Waltrop.

Dr. Sabine Küsters vom Verband Business Professional Woman, der vor zehn Jahren die Idee des Equal Pay Day aus den USA nach Deutschland brachte und hier umsetzte, wird in ihrem Vortrag auf die Entwicklung der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen eingehen und Lösungsvorschläge entwickeln. Gerade mal um zwei Prozent ist der Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, in den letzten neun Jahren gesunken. An der moderierten Diskussion werden u.a. die Bundestagsabgeordneten Rita Stockhofe und Frank Schwabe, Alice Reifig (kfd Münster), Stefanie Baranski-Müller (DGB) und Manuela Seifert (Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Recklinghausen) teilnehmen. Und natürlich ist auch Ihre Meinung gefragt. Sie sind eingeladen, sich einzumischen.

 

-  „Frühlingsstimmen“. Konzert mit Gesang, Violine und Harfe am Sonntag, den 19.03.17, 17.00 Uhr, Altes Rathaus, Markt 1, Altstadt

 Zu einer musikalischen Reise unter dem Motto „Frühlingsstimmen“ lädt die Gleichstellungsstelle am Sonntag, den 19.03.17 um 17.00 Uhr ins Alte Rathaus ein. Der „Frühlingsstimmenwalzer“ von Johann Strauß gibt dem Konzert den Titel, bei dem das Duo Jahn – Claudia Jahn (Sopran) und Sonja Jahn (Harfe) - zusammen mit der Geigerin Evelyn Fürst-Heck ein abwechslungsreiches Programm präsentieren. das von Nächten in Venedig bis hin zu Frühlingsgefühlen in Wien reicht.

Claudia Jahn singt Highlights aus französischer Oper, österreichischer Operette und amerikanischem Musical. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mitreißen zu lassen von feurigem Violinspiel aus Ungarn, Humorvollem aus Tschechien, fetziger Samba für Harfe, argentinischem Tango und italienischer Tarantella. Die Stücke erzählen von Freiheit, Aufbruch und Temperament, aber auch von zarten Gefühlen, Liebeserwachen und meditativen Momenten im Leben.

Claudia Jahn wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren. Die gebürtige Dorstenerin ist Absolventin der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie hat bereits zahlreiche Konzerte gegeben und an verschiedenen Bühnenproduktionen mitgewirkt. Dabei tritt sie nicht nur als Solistin, sondern auch als Mitglied des „Trio Diverso“ auf.

Sonja Jahn lebt heute als freie Harfenistin in Dorsten. Die Preisträgerin zahlreicher Musik-Wettbewerbe stammt aus der heutigen Slowakei. Nach zahlreichen Engagements im In- und Ausland, u.a. bei der Tschechischen Philharmonie Prag, der Deutschen Oper am Rhein, dem WDR-Rundfunkorchester und bei der Den Norske Opera in Oslo, arbeitet sie heute u.a. als Jurymitglied bei „Jugend musiziert“. CDs und Solo-Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen ergänzen ihre musikalische Aktivität.

Evelyn Fürst-Heck erhielt ihren ersten Violinunterricht bereits im Alter von fünf Jahren. Als Solistin spielte sie unter anderem in Italien mit dem Orchestra Giovanile di Padova und dem Jugendorchester Fürth sowie dem Bamberger Kammerorchester. Darüber hinaus wirkte sie u.a. beim Musical Les Miserables bei den Bad Hersfelder Festspielen, im Rockorchester Ruhrgebiet, bei Konzerten mit David Garrett und den Heidelberger Sinfonikern mit.

Gefördert wird das Konzert durch die Sparkasse Vest in Dorsten mit Unterstützung der Dorstener Agenda 21.

Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro sind im Vorverkauf in der stadtinfo, dem Bürgerbüro und der Gleichstellungsstelle erhältlich. An der Abendkasse werden die Karten acht Euro kosten.

 

- Veranstaltung „(Politisches) Engagement jüdischer Frauen in Geschichte und Gegenwart.“ Ausstellungsführung und Gespräch mit Dr. Cordula Lissner, Dienstag, 21.03.17, 18.00 Uhr, Jüdisches Museum Westfalen

Passend zum Thema der diesjährigen Frauenkulturtage „Partei ergreifen“ findet am Dienstag, den 21.03.17 um 18.00 Uhr im Jüdischen Museum Westfalen eine Veranstaltung zum (politischen) Engagement jüdischer Frauen in Geschichte und Gegenwart statt. Cordula Lissner wird durch die Ausstellung führen.

Die promovierte Historikerin arbeitet schwerpunktmäßig zu deutsch-jüdischer Geschichte, Migrationsgeschichte und historischer Frauenforschung. Im Jüdischen Museum plant sie für die neue Dauerausstellung auch eine Station zur Geschichte der jüdischen Frauenbewegung.

Der 1904 gegründete Jüdische Frauenbund stritt für die Emanzipation von Frauen innerhalb eines selbstbewussten Judentums. Er war Mitglied im Bund Deutscher Frauenvereine, der damaligen Dachorganisation der bürgerlichen Frauenbewegung.  Aber nicht nur in der Frauenbewegung, sondern auch in der Geschichte des partei- und gesellschaftspolitischen Engagements spielten jüdische Frauen immer wieder eine wichtige Rolle.

Kosten für Eintritt und Führung: 4,00 €, ermäßigt 1,50 €.

 

- Autorinnenlesung mit Claudia Lauer: „Achterbahn ins Leben. Der Brustkrebs, das Leben und ich“ Mittwoch, 22.03.17, 18.00 Uhr, Stadtbibliothek, Im Werth 6

Auf Einladung von Gleichstellungsstelle und Stadtbibliothek wird die Recklinghäuser Autorin Claudia Lauer am Mittwoch, den 22.03.17 um 18.00 Uhr aus ihrem biografischen Roman „Achterbahn ins Leben“ in der Dorstener Stadtbibliothek lesen.

Als sie nach zwei Brustkrebserkrankungen 2014 die Prognose erhielt, mit großer Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten drei Jahre nochmals an Krebs zu erkranken, beschloss die alleinerziehende Mutter einer damals sechsjährigen Tochter, ihr Leben aufzuschreiben, damit ihre Tochter für den Fall der Fälle wissen würde, wer ihre Mutter war. Aus dem ehemaligen Tagebuch wurde mit Unterstützung der Journalistin Karin Bruns ein Mutmachbuch.

Schön, attraktiv, sportlich, einfach perfekt – so wollte Claudia Lauer immer sein. Die Diagnose Brustkrebs veränderte ihr Leben grundlegend. Beim Lesen und Zuhören begleiten wir sie durch ihr turbulentes Leben und wechselnde Beziehungen, erleben ihre Angst und Zuversicht und erfahren, wie aus der einst naiven lebensfrohen Frau eine wird, die zu sich selbst steht und sehr genau weiß: Schönheit, Fitness und Perfektion machen nicht das Leben aus. Es gibt einfach mehr im Leben zu entdecken.

Der Eintritt zur Lesung in der Dorstener Stadtbibliothek ist frei.

 

- Veranstaltung „Wie die Arbeit so der Lohn? Historischer Frauenstadtrundgang (nicht nur für Frauen) zum Thema Frauenarbeit“, Samstag, 25.03.17, 17. 00 Uhr, Treffpunkt Altes Rathaus, Markt 1, Altstadt

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des bundesweiten Equal Pay Day’s bietet Gleichstellungsbeauftragte Vera Konieczka am Freitag, den 25.03.17 einen historischen Frauenstadtrundgang unter dem Motto „Wie die Arbeit so der Lohn?“ an. Treffpunkt für den ca. eineinhalbstündigen Rundgang (nicht nur für Frauen) ist um 17.00 Uhr am Alten Rathaus.

Wirft man einen Blick auf die Dorstener Straßennamen, gibt es nur wenige, die einen Bezug zum Thema Arbeit haben. Wenn, so erinnern sie vor allem an Arbeitsstätten von Männern wie „Zechenstraße“ oder „An der Gießerei“. Andere beziehen sich auf Berufe, die von Männern ausgeübt wurden wie „Schiffbauerstraße“, „Steinmetzstsraße“ oder „Hauerstraße“.

Frauenarbeit bleibt demgegenüber in Dorstens Straßennamen weitgehend unsichtbar. Doch nicht die Frauenarbeit war geringfügig, sondern der Eindruck, den man von ihr hatte. So ist die Geschichte weiblicher Erwerbstätigkeit auch eine Geschichte von Diskriminierung und Berufsverboten, Lohnungerechtigkeit und dem  Abschieben von Frauen in die Rolle der „Zuverdienerin“. Dass ein Ehemann ohne Wissen der Ehefrau ihren Arbeitsplatz kündigen konnte, ist seit Ende der 1950er Jahre glücklicherweise vorbei. Dass Frauen entsprechend ihren beruflichen Abschlüssen und ihrem Bevölkerungsanteil auch in Führungspositionen vertreten sind, steht als Aufgabe dagegen weiterhin auf der politischen Agenda.

Wer neugierig ist auf die Arbeitsbedingungen von Frauen in Dorstens Geschichte und Gegenwart, ist eingeladen, sich diesem Stadtrundgang unter Leitung von Gleichstellungsbeauftragter Vera Konieczka anzuschließen. Die Teilnahme ist frei, eine besondere Anmeldung nicht erforderlich.