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2. Themenkonferenz

Am 13. und 14. Juni 2005 fand in Liévin die zweite Themenkonferenz statt.

Aufgrund der veränderten Thematik unterschieden sich die Zusammensetzungen der Arbeitsgruppen deutlich von denen der ersten Themenkonferenz in Dorsten. Ging es dort vornehmlich um das eigentliche Verfahren des Brachflächenrecyclings, stand hier das Thema Vermarktung im Vordergrund. In den Arbeitsgruppen waren daher auch Experten aus der Wirtschaftsförderung und der Industrie- und Handelskammern zu finden.

Der erste Tag wurden von den Gastgebern genutzt, den Projektpartnern die Stadt Liévin, deren montanindustrielle Vergangenheit und die durch den Niedergang der Kohle verursachten Probleme und auch Chancen darzustellen. Neben Experten-Vorträgen veranschaulichten Standortbesichtigungen die Thematik.

Konferenzteilnehmer aus Rybnik

Standortbesichtigung Konferenzteilnehmer aus Rybnik:

Sehr erstaunt waren die Projektpartner aus Polen und Deutschland über die Konzentration der Entwicklung im Bereich Sport. Neben einer Sportuniversität befindet sich in Liévin eines der größten überdachten Leichtathletik-Stadien mit angegliederten Unterbringungsmöglichkeiten. In den nächsten Jahren soll dieser Bereich weiter ausgebaut werden.

Zum Abschluss des ersten Tages gab die Projektleitung einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand des Projektes und das weitere Vorgehen in Bezug auf die Fertigstellung des Best-Practices-Handbuches.

Verfahrensmodell

Am nächsten Tag diskutierte man bereits beim gemeinsamen Frühstück mit dem Bürgermeister und Vertretern der Verwaltung und des Rates über Möglichkeiten und Verfahrensabläufe.

Danach referierte Herr Patrice Delattre über die wirtschaftliche, soziale und stadtplanerische Konversion des Kohlebeckens. Er verdeutlichte anschaulich die dabei entstehenden Probleme und Chancen.

Ein Mitarbeiter der "Mission Bassin Miniere" zeigte anschließend die Möglichkeiten auf, mit denen versucht wird eine attraktive Region zu schaffen. Dabei spielt natürlich auch der Freizeitsektor eine entscheidende Rolle. Probleme bereitet - ebenso wie in Deutschland - die Wasserhaltung. Die entstandenen Senkungsseen werden oftmals für Sport und Freizeit eingerichtet und bereichern somit auch das Erscheinungsbild der Region.

Herr Laurent Deprez von der Industrie- und Handelskammer stellte die wirtschaftliche Entwicklung der Region dar. Das Nord-Pas de Calais profitiert u.a. von seiner guten geographischen Lage. Für die wirtschaftliche Entwicklung wurden ebenso wie in der Emscher-Lippe-Region sog. Kompetenzfelder entwickelt. Wirtschaftliche Entwicklungsschwerpunkte sind der Logistikbereich, die Sportwirtschaft und der umweltfreundliche Industriebereich.

Zum Abschluss der Experten-Vorträge präsentierte Herr Jean-Luc Deprez kurz die Entwicklung des Sportsektors in Liévin. Der inzwischen erreichte hohe Stellenwert der Stadt im Bereich des Spitzensports soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden - unter anderem auf den ehemaligen Bergbauflächen.

Am Nachmittag wurde unter Leitung von Frau Samia Gaci über die Struktur des zweiten Handbuchs - des Investoren-Handbuchs - diskutiert. Die dabei entwickelte grobe Struktur wird nun vom französischen Projektpartner ausformuliert und den beiden anderen Partnern zusammen mit dem Protokoll der zweiten Themenkonferenz zugeschickt. Diese prüfen die Struktur und teilen der französischen Seite mögliche Anmerkungen bzw. Änderungswünsche mit. Die endgültige Handbuchstruktur dient dann jedem einzelnen Projektpartner als Grundlage zur eigenständigen Erarbeitung der notwendigen Daten.

Diskussionsrunde Investoren-Handbuch

Diskussionsrunde Investoren-Handbuch

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