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4. Erste Themenkonferenz

Am 06. und 07. Dezember 2004 fand die erste Themenkonferenz, die sogenannte Kick-Off-Konferenz, in Dorsten statt. Leider konnte der französische Projektpartner aufgrund ungeklärter Zuständigkeitsprobleme noch nicht an dieser Konferenz teilnehmen.
Der erste Tag wurde genutzt, den Projektpartnern an Hand einer Standortpräsentation und einer Begehung die Flächen des Dorstener Bergwerks Fürst Leopold vorzustellen und grundlegende Information zur Region, Stadt und den Flächen zu geben.

Hier sehen Sie das Bergwerk Fürst Leopold in Dorsten.Tour zu regionalen Strukturwandelbeispielen, wie der

Anschließend begab man sich auf eine Tour zu regionalen Strukturwandelbeispielen, wie der "Arena AufSchalke", der "Zeche Zollverein" und dem "CentrO".

Dies veranschaulichte den Gästen welches breite Spektrum an neuen Nutzungen auf ehemaligen Industriestandorten möglich ist. Neben Industrie- und Gewerbenutzungen eignen sich die Flächen - abhängig von Lage und Zustand - auch für Kultur- und Freizeitnutzungen sowie auch für Wohnen.

Am zweiten Tag stellte der polnische Projektparnter Bartek Kozieł anhand einer Standortpräsentation die Region Schlesien sowie die Stadt Rybnik vor und gab einen Überblick über die industriellen Brachflächen in der Stadt. Herr Pahlen von der Montan-Grundstücksgesellschaft mbH, informierte die Konferenzteilnehmer über zwei weitere Projekte im Bereich "Industrielle Restrukturierung": Das EU-Projekt "RESCUE" beschäftigt sich mit der Erarbeitung eines integrierten ganzheitlichen Ansatzes für nachhaltiges Brachflächenrecycling in Europa, der Schaffung administrativer Werkzeuge und Anreize sowie Fortbildungsangeboten. Die Ergebnisse werden im Mai 2005 in einem Best-Practices-Handbuche zur Verfügung gestellt. (mehr: www.rescue-europe.com). Der "FLÄCHENPASS" ist ein Projekt, das vom Umweltbundesamt im Rahmen des Umweltforschungsplanes "Anforderung an die Flächenqualität nach Abschluss einer Brachflächenaufbereitung und Monitoringkonzepte für deren Folgenutzung auf vormals altlastenrelevanten Standorten" in Auftrag gegeben wurde. Der für individuelle Flächen zu erarbeitende "Ausweis" beinhaltet Wirtschafts- und Baugrunddaten sowie detaillierte Informationen zur Fläche. (mehr: www.umweltbundesamt.de).

Anschließend stellten Herr Terbach von der Deutschen Steinkohle AG und Herr Hemeier von der Projektgesellschaft Fürst Leopold mbH das in Deutschland übliche Flächenrecyclingverfahren von Bergbaubrachen vor.

In der anschließenden offenen Diskussion stellte sich schnell heraus, dass die drei Projektpartner trotz unterschiedlicher Projektstadien das gemeinsame Ziel der nachhaltigen Flächenrevitalisierung und -vermarktung haben. Allerdings erfordern die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Regionen (Struktur, Gesetzgebung) unterschiedliche Wege zur Erreichung dieser Ziele. Diese Unterschiedlichkeit und der Erfahrungsaustausch werden aber für die eigene Arbeit als Chance angesehen, das übliche Verfahren zu novellieren und somit Kosten und Zeit einsparen zu können.

In der nächsten Projektphase werden nun von den einzelnen Projektpartnern die unterschiedlichen Voraussetzungen und die unterschiedlichen Verfahren dargestellt. Anhand eines Fragebogens sollen dann in Bezugnahme auf das Projekt "RESCUE" bzw. die Nachhaltigkeitsfaktoren mögliche Anwendungs- bzw. Umsetzungshindernis herausgearbeitet und Handlungsanweisungen dargestellt werden. Die Ergebnisse werden im Juni auf der zweiten Themenkonferenz in Liévin vorgestellt.

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