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Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Dorsten

2009 erarbeitete die Stadt Dorsten zur Optimierung der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung erstmals ein "Städtebauliches Entwicklungskonzept zur Steuerung des Einzelhandels in der Stadt Dorsten“. Dieses Einzelhandelskonzept wurde in den Folgejahren fortgeschrieben und nach ausführlicher Diskussion und Beratung in den politischen Gremien Anfang 2018 vom Rat der Stadt Dorsten beschlossen.

Kernbestandteil des Einzelhandels-(Steuerungs-)Konzeptes sind in den Zentren definierte "Zentrale Versorgungsbereiche“. Diesen nach vorgegebenen Kriterien räumlich abgegrenzten Bereichen kommt aufgrund der vorhandenen Einzelhandelsnutzungen - häufig ergänzt durch Dienstleistungen und gastronomische Angebote - eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zu. Neben dem Ist-Zustand berücksichtigen die zentralen Versorgungsbereiche auch zukünftige Entwicklungsplanungen. Ziel der Stadt Dorsten ist, mit diesen Festlegungen die Versorgungsfunktion von zentralen Versorgungsbereichen zu sichern und zu entwickeln. Der Nahversorgung wird hierbei eine hohe Bedeutung, insbesondere auch für weniger mobile Bevölkerungsgruppen, beigemessen.

Weiterhin ist in dem Einzelhandelskonzept festgelegt, nach welchen Gesichtspunkten die Einzelhandelsentwicklung in der Stadt erfolgen soll und welche Warensortimente in den unterschiedlichen Zentren angeboten werden dürfen ("Dorstener Sortimentsliste“). Das Konzept dient damit der planerischen Steuerung der Einzelhandelsentwicklung von Innenstadt und Stadtteilzentren. Es ist zwischenzeitlich eine wesentliche Genehmigungsgrundlage für Festlegungen in den Bebauungsplänen und wird von den Genehmigungsbehörden zunehmend eingefordert.

Grundlage jedes Einzelhandels(steuerung-)konzeptes ist eine umfassende handelswirtschaftliche Untersuchung und Bewertung des Dorstener Einzelhandels. Als wichtiger Indikator dieser Untersuchung dient die Handelszentralität (Umsatz-Kaufkraft-Relation); dieser Indexwert gibt das Verhältnis zwischen realisiertem Einzelhandelsumsatz und Nachfragevolumen wider. Für die Gesamtstadt hat sich die Handelszentralität von 101,4 im Jahre 2006 auf 107,2 im Jahre 2016 und 110,0 nach der Datenanalyse von 2018 verbessert.  Damit liegt der einzelhandelsrelevante Umsatz in Dorsten ca. 10 % über der vorhandenen Kaufkraft, was auf einen erneuten Kaufkraftzufluss nach Dorsten aus dem Umland hinweist. 

Das 2018 beschlossene Einzelhandelskonzept können Sie hier einsehen. Die Ergebnisse der aktualisierten handelswirtschaftlichen Untersuchung liegen voraussichtlich im Herbst 2018 vor.